Ich bin dir näher als du glaubst. - Gott

1. Was hat Michelangelo mit Weihnachten zu tun?
Na, sagt 'mal ist das nicht toll zu wissen? Womit du auch unterwegs bist, die Versicherung begleitet dich dein ganzes Leben. Egal ob Seifenkiste oder PKW der Schutzengel der Versicherung hilft dir sogar, wenn du mal unaufmerksam an deinem Autoradio herum fummelst. „Immer da, immer nah.“ Ja, und wenn es dann wirklich mal einen Crash gibt, dann hilft dir der Mann, der von sich behauptet immer in deiner Nähe zu sein. Und dann noch ein Jugendgottesdienst zum Thema: „Ich bin dir näher als du glaubst.“ Nur diesmal ist es nicht die Provinzial-Versicherung, die das behauptet - sondern Gott.

Was hat Michelangelo mit Weihnachten zu tun?
Kennst du Michelangelo? - Nein, das ist nicht der Name eine Pizzeria, auch nicht der Name eines italienischen Fußballers, nein ich meine den Maler, Bildhauer und Architekten Michelangelo di Lodovico di Lionardo Buonarotti Simoni, kurz Michelangelo, der im 15. Jahrhundert lebte und in Florenz und Rom gewirkt hat. Von ihm stammt das berühmte Deckengemälde in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan zu Rom. Die Schaffung des Adam, woraus wir hier einen kleinen Ausschnitt sehen.

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Was hat Michelangelo mit Weihnachten zu tun? Das Bild drückt etwas aus, was Weihnachten auch sein möchte. Gott kommt uns ganz nah! So wie sich diese beiden Finger berühren, so nah wie sie aneinander sind, so nah will Gott uns an Weihnachten sein.

Aber Moment mal, da müssen wir erst einmal einen kleinen Augenblick inne halten. Will ich das überhaupt, willst du das überhaupt, dass Gott dir ganz nah ist? Wir haben ja im Laufe unseres Lebens so unsere Strategien entwickelt, wie wir mit Gott umgehen:

1. Die „Rück mir bloß nicht auf den Pelz“ - Strategie!
Für die Menschen mit dieser Strategie ist Gott der „Gute Opa Total Taub“. Na ja, vielleicht in den brenzligen Situationen des Lebens, da kann ich ihn vielleicht gebrauchen, da kann der gute alte Opa mir ja vielleicht ein bisschen helfen. Da hole ich den Gebetsautomaten heraus. Schmeiße oben ein Gebet hinein und hoffe unten die Erfüllung heraus ziehen zu können. Ja, wenn das man so einfach ging. Meistens klappt das nicht und dann ist man doch wieder in seiner Haltung bestätigt, dass das mit Gott sowieso alles Quatsch ist und höchstens für alte Leute taugt, und geht auf Distanz so nach dem Motto: Rücke mir bloß nicht auf den Pelz.

2. Die-“Immer schön artig sein“- Strategie
Na, Konfirmation muss mindestens sein sonst kann das ja mit Gott alles nichts werden. Und in den Gottesdienst gehe ich auch regelmäßig (jedes Jahr Heiligabend, vielleicht auch noch Ostern und Erntedank).
Na klar und spenden tue ich auch mindestens 50 Cent in die Kollekte. Aber natürlich, der Oma helfe ich auch über die glatte Straße. Ich tue so viele gute Werke wie nur möglich. Da muss mich Gott doch belohnen getreu dem Motto nach Johann Wolfgang von Goethe: Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen.“ Ich bin doch immer schön artig.

3. Die „Anleitung zum Glücklichsein“- Strategie
Gott ist für die religiösen Glücksmomente des Lebens zuständig. Taufe, Einschulung, Konfirmation und Trauung. Er soll gefälligst dafür sorgen, dass es mir in meinem Leben gut geht und soll die Festtage noch festlicher machen. Damit das dann so wird, da lasse ich Gott auch mal an meinem Leben teilhaben denn schließlich ist er ja der liebe Opa, der nur das beste für mich will. Und wenn das dann alles noch nicht reicht, dann greife ich in die Trickkiste der Esoterik und praktiziere alle möglichen Firlefanz, bis ich mich ganz eins weiß mit Gott und gleichsam in seinem Wesen verschmelze. Hoffentlich hält dieses Glück schön lange an.

Leute, wisst ihr was, vergesst diese Strategien, die enden alle irgendwann in der religiösen Sackgasse aus der man nur frustriert raus kommt. Denn letztlich sind sie alle auch nur Ausdruck einer irgendwie undefinierten Angst. Was sagte der Engel zu den Hirten auf dem Felde? „Entspannt euch, ihr braucht keine Angst zu haben!“ (Lukas 2,10 nach der Volxbibel)
Wir brauchen keine Strategie um mit Gott umzugehen. Es geht alles viel einfacher. Merke dir: Die Weihnachtsbotschaft ist einfach!

Gott hat Sehnsucht nach dir – deshalb wurde er Mensch.
Wir haben es nicht mit einem Gott zu tun der über allen Dingen schwebt, nichts mit uns zu tun haben will und eigentlich nur von uns verehrt werden will. Nein, wir haben es mit einem Gott zu tun, der uns nah sein will, der uns auf den Pelz rückt. Ja gleichsam seit der Geburt im Stall von Bethlehem in deiner und meiner Haut steckt. Dessen Liebe zu uns so unendlich groß ist, dass er eigentlich nichts anders will, als das wir mit ihm in Gemeinschaft leben. Ein bisschen religiös sein: Will Gott gar nicht. Ein bisschen fromm sein: Brauchst du nicht! Hin und wieder ein wenig Kirchlichkeit: Kannst du vergessen! Durch all das kommst du Gott nicht nah. Er ist dir längst näher als du glaubst. Du musst es nur richtig hören. Du musst es nur begreifen. Du musst es nur zulassen. Wie das geht fragst du? - Ganz einfach!!

Fang an nach seinem Willen für dein Leben zu fragen. Lass ihn in deinem Leben konkurrenzlos wichtig werden. Weihnachten mit all seinen schönen Ritualen kann ja so schrecklich oberflächlich sein. Aber nur dann, wenn wir Jesus nicht wirklich an uns ran lassen. Lass Jesus an dein Leben ran. Wie das geht fragst du? Ich will dir dazu drei Antworten geben:

1.Sprich mit Gott und erzähl ihm wie es dir ums Herz ist und pack die Dinge aus, die dich in deinem Leben beschäftigen. Für die tollen Sache sag einfach danke. Und für das was schwierig ist, da bitte ihn um Beistand und Kraft.

2.Fang an in der Bibel zu lesen. Sie ist die einzige Infothek, die genau Auskunft über Gott und seinen Sohn Jesus Christus gibt. Und wenn dir das Lutherdeutsch zu altmodisch ist, dann nimm eine moderne Übertragung, wie z.B. die Volxbibel. Beim Lesen wirst du feststellen, dass dieses Buch ein Liebeserklärung an uns Menschen ist.

3.Such dir eine Gemeinschaft von Leuten, mit denen du gemeinsam deinen Glauben leben kannst. Mit denen du feiern kannst, traurig sein darfst und dich für andere engagierst. Denn eins ist klar: Wenn du Gott an dich ran lässt, dann dreht sich dein Leben nicht mehr nur um dich, dann sind dir die anderen Nah und Fern auch sehr wichtig.

Gott ist zum Greifen nah – Er steckt in unserer Haut
Ich komme zurück zu meiner Eingangsfrage zurück. Was hat Michelangelo mit Weihnachten zu tun? Schau dir dieses Bild einmal an. Ich habe hier jetzt das gesamte Bild, das allerdings auch nur ein kleiner Ausschnitt aus dem riesigen Deckengemälde ist.

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Gottvater streckt kraftvoll seinen Finger hin zu Adam, um den Lebensfunken auf ihn überspringen zu lassen. Ich finde es fantastisch wie Michelangelo das dargestellt hat. Und deshalb meine ich hat Michelangelo doch etwas mit Weihnachten zu tun. Denn genau darum geht es auch an Weihnachten: Gott hat so große Sehnsucht nach uns Menschen, er will das der Lebensfunke auf jeden von uns überspringt und deshalb wird Gott Mensch und kommt uns ganz nah.

Gott ist dir näher als du glaubst.
Näher als die Luft zum Atmen
Näher als der Ring an deiner Hand
Näher als der Sonnenstrahl und
Näher als der Schatten an der Wand.

Gott ist da
Zum Greifen nah
Steckt in unser Haut
JESUS:

In diesem Sinne: Gesegnete Weihnachten!

tl_files/images/lv/andachten/10-01-3.jpg© gott.net e.V.


Autor: Burkhard Hesse

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